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Bauverwaltung
Der über tausend Jahre alte Dombau muss ständig instandgehalten
und instandgesetzt werden. Zur Durchführung notwendiger Baumaßnahmen
besteht eine eigene Dombauverwaltung. Hierzu gehören das Dombauamt und die
Dombauhütte. Beide sind im Auftrag des Mainzer Domkapitels tätig. Das
Domkapitel berät und beschließt die erforderlichen Baumaßnahmen.
Dombauamt Die
Mitarbeiter des Dombauamts sind zuständig für die Feststellung von Bauschäden
sowie für die Maßnahmen zur Bauerhaltung. Die erfahrenen und ortskundigen
Fachleute beobachten die Kathedrale ständig und können daher unmittelbar
auftretende Bauprobleme erkennen. Alle erforderlichen Maßnahmen werden mit
dem Dom- und Diözesankonservator nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten
abgestimmt. Das Dombauamt überprüft außerdem die Sicherheit technischer
Anlagen im Dom. Seit
1988 werden am Dom umfangreiche Vermessungsarbeiten mit einer Spezialkamera durchgeführt.
Das Dombauamt besitzt dadurch exakte Grundrisse, Querschnitte und Fassadenaufrisse
der Bischofskirche zur wissenschaftlichen Bauforschung. Das Archiv des Dombauamts
umfasst außerdem Pläne, Zeichnungen und Fotos zu Bau und Ausstattung
sowie Akten zum Dombau überwiegend für die Zeit nach 1945. Dem
Dombauamt sind auch die Mitarbeiter der Domaufsicht, der Dominformation und das
Reinigungspersonal zugeordnet. Dombauhütte
Ein Teil der Instandsetzungsarbeiten
wird in den kunsthandwerklichen Werkstätten der Dombauhütte ausgeführt,
andere erfolgen durch beauftragte Spezialfirmen. Außerdem pflegt die Dombauhütte
die Gartenanlage des Domfriedhofs. Die
Steinmetze und Bildhauer messen beschädigte oder zerstörte Steine und
Skulpturen auf und fertigen originalgetreue Kopien. Es wird darauf geachtet, möglichst
dem Original gleiches Material zu verwenden und die historische Oberflächengestaltung
nachzuempfinden. Die Steinmetze wenden hierbei meist traditionelle Handwerkstechniken
an. Seit 1984 bildet die Dombauhütte im Steinmetzhandwerk aus. Traditionelle
Arbeitsweisen pflegen auch die Schreiner der Dombauhütte. Vor allem die Konservierung
und Restaurierung der beiden Chorgestühle und der Sakristeieinrichtung gehören
zu ihrem Aufgabengebiet. Die Maler der Bauhütte besitzen Spezialkenntnisse
zur Zusammensetzung historischer Farben und zu deren Verarbeitung. Die
Anfänge der modernen Dombauhütte liegen etwa im Jahr 1950: Nachdem bis
dahin Mainzer Handwerkerbetriebe für die Wiederherstellungsarbeiten nach
dem Zweiten Weltkrieg herangezogen wurden, gibt es seither eigene Schreiner, Maler
und Steinmetze. 1963 wurden sie organisatorisch in der neugegründeten Dombauhütte
zusammengefasst. Weitere
Informationen Dombauamt Mainz Grebenstraße 9
55116 Mainz Telefon (06131) 253-361 Telefax (06131) 253-407 E-Mail |