| Nazarener-Bilderzyklus
In
den oberen Bogenfeldern des Langhauses zeigen 20 Ölgemälde biblische
Szenen aus der Lebens- und Leidensgeschichte Jesu. Die Bilder entstanden zwischen
1864 und 1878 nach Entwürfen des Malers Philipp Veit. Er gehörte zum
Künstlerkreis der "Nazarener", der eine Erneuerung der Künste
auf Grundlage des katholischen Glaubens anstrebte.
Der
1856 gegründete Dombauverein hatte sich für eine Ausmalung des Doms
eingesetzt, dessen Innenraum bis dahin von der weißen Farbgebung aus der
Barockzeit geprägt war. Nach dem Geschmack der Zeit erhielten Decken und
Wände ab 1859 historisierende Malereien: Die Gewölbe wurden überwiegend
mit Arabesken, Ornamenten und Laubmotiven ausgeschmückt, die westliche Innenkuppel
sowie die Bogenfelder des Langhauses erhielten ein religiöses Bildprogramm
nach den Entwürfen von Philipp Veit.Im
Zuge der Domrenovierungen nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Innenraum ab 1927
farblich neu gefasst. Von der alten Ausmalung blieben nur die Nazarener-Bilder
im Langhaus erhalten. |