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Domkapitel
Domkapitulare beim Gottesdienst Quelle: Bistum Mainz
 
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Schon gewusst...

Das ursprüngliche Domvermögen wurde während der Französischen Revolution 1797 eingezogen und verstaatlicht. Ein Großteil der kostbaren Innenausstattung ging verloren. Bischof Colmar (1802-1818) erreichte nach Verhandlungen in Paris im November 1803 die Rückgabe der noch nicht verkauften Domgüter. Ein Jahr später bestätigte Napoleon dies bei einem Besuch in Mainz endgültig.

 
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Domverwaltung


Die Domkirche Sankt Martin ist eine juristische Person des öffentlichen und des kirchlichen Rechts mit eigenem Vermögen und eigenem Haushalt. Die Verwaltung nimmt das Domkapitel wahr.

Das Domkapitel ist zuständig für den Erhalt und Unterhalt der Kathedrale. Über alle baulichen und denkmalpflegerischen Angelegenheiten berät und beschließt das Kapitel. Hierzu gehört auch die im Jahr 2000 begonnene, umfassende Domrenovierung.

Domvermögen

Zur Deckung der Kosten für Gottesdienste, den laufenden Dombetrieb sowie für den Erhalt des Bauwerks verfügt die Domkirche St. Martin über eigenes Vermögen, das als Dotation bezeichnet wird. Hierzu gehören neben dem eigentlichen Kirchengebäude mit seiner Ausstattung etwa 40 Wohn- und Geschäftshäuser in der Umgebung. Diese Objekte werden teilweise von kirchlichen Einrichtungen genutzt, teilweise von privaten Mietern und Geschäftsleuten. Die Miet- und Pachteinnahmen sind die wichtigsten Einnahmen der Dotation und fließen in den Domhaushalt. Die Vermietung und Verpachtung der Liegenschaften erfolgt durch die Finanz- und Vermögensverwaltung des Bistums Mainz.

Die Verwaltung der Dotation ist Aufgabe des Domkapitels. Es hat hierzu einen Verwaltungsausschuss eingerichtet, der als "Bischöfliche Dotation" bezeichnet wird und dem drei Domherren angehören.

(Die Bischöfliche Dotation verwaltet ferner das Vermögen des Domkapitels. Seit der Enteignung und Verstaatlichung des Kapitelvermögens 1803 besitzt das Domkapitel als eigenständige Körperschaft heute nur noch wenige Liegenschaften und Grundstücke.)

Domhaushalt

Die Domkirche Sankt Martin hat einen eigenen Haushalt.
Haupteinnahmequelle sind Erträge aus Vermietung und Verpachtung. Hinzu kommen Spenden, Zinseinnahmen und Zuschüsse seitens des Bistums Mainz.

Dem stehen Ausgaben für Personal, Kirchenmusik, gottesdienstliche Zwecke, Blumenschmuck, Heizung, Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen gegenüber.

Die Domrenovierung, die mit rund 25 Millionen Euro veranschlagt ist, wird durch ein gemischtes Finanzierungskonzept gewährleistet. Die jährlichen Aufwendungen werden im Wesentlichen aus Einnahmen der Dotation, Zuschüssen des Bistums, öffentlichen Zuschüssen sowie Zuschüssen der Domstiftung und des Dombauvereins finanziert.

Das Domkapitel berät und beschließt den Domhaushalt nach Vorlage durch die Bischöfliche Dotation, nimmt die Jahresabschlussrechnung entgegen und verabschiedet sie. Der Haushalt des Doms ist vom Bistumshaushalt getrennt, die Verwaltung und Durchführung wurde jedoch dem Finanzdezernat des Bischöflichen Ordinariats übertragen. Weiterlesen

Weitere Informationen

Bischöfliche Dotation
Bischofsplatz 2
55116 Mainz
Telefon (06131) 253-237
Telefax (06131) 253-584
E-Mail

 

 

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